Wow! Was ein Tag!
Mehr als 60 gut gelaunte, motivierte und engagierte Menschen aus Beuel. Wer hätte gedacht, dass aus Menschen, die sich vorher nicht kannten, die per Zufallsauswahl eingeladen wurden, innerhalb weniger Stunden eine Gemeinschaft entsteht.
Wir aus dem Orga-Team des Klimaviertels Beuel sagen: Danke!
Aber von vorne:
Als sich um 9:00 Uhr die Türen von Studio 5 in der Brotfabrik öffneten, waren die ersten Besucher*innen bereits vor Ort. Wenige Minuten später füllte sich der Saal, Namensschilder wurden verteilt, Kaffee wurde eingeschenkt – und wir kamen direkt ins Gespräch. „Wo kommst du her?“, „Was ist dein Thema?“ und „Woran würdest du am Ende des Tages merken, dass sich das Zukunftsforum für dich gelohnt hat?“ Schon diese ersten Fragen machten deutlich, was der Tag versprechen sollte: eine offene, dialogorientierte Veranstaltung, bei der die Teilnehmenden nicht nur zuhören, sondern selbst Impulse setzen.
Kurz darauf versammelten sich alle zum ersten Mal im Plenum. Nach einem Grußwort von Dr. Raphael Karutz, Leiter der Stabsstelle Bürgerbeteiligung der Bundesstadt Bonn, folgte eine Einführung in den Tagesablauf und die Vorstellung des umfangreichen Programms. Danach ging es direkt weiter in die erste Workshoprunde. Zur Auswahl standen am Vormittag Workshops zu folgenden Themen:
- Energie sichtbar machen – Thermische Schwachstellen erkennen und beheben
- Wie gestaltet man eine Bürgerbeteiligung und einen Bürgerantrag. Zwei Beispiele aus Vilich-Müldorf.
- Insektenkorridor Beuel – Begrünungsaktion für mehr Artenvielfalt
- Zukunftgestalten in Beuel mit Change Clubs
Währenddessen boten ganztägige Mitmachaktionen Raum, sich praktisch auszuprobieren und kreativ zu werden. Es wurden Nisthilfen für Gebäudebrüter wie Mauersegler und Schwalben gebaut, Klimagefühle in Fotografien eingefangen, persönliche Portraits gezeichnet und Kräuterleckereien zubereitet.
Nach der Mittagspause wurde es erneut aktiv. Einige Gruppen machten sich auf den Weg nach draußen, andere wurden in den Studios kreativ oder handwerklich tätig. Auf dem Programm standen am Nachmittag:
- Wasserfahrradtour „Schwammstadt und Starkregen“
- Urban Gardening / Essbare Stadt
- Balkonsolar-Workshop
- Improtheater-Workshop
Zum Ende des Tages kamen alle Teilnehmenden erneut im Plenum zusammen, um die Ergebnisse der Workshops und Mitmachaktionen vorzustellen. Auf Stellwänden, in kurzen Präsentationen und im offenen Austausch wurde sichtbar, wie vielfältig und kreativ die Ideen für ein zukunftsfähiges Beuel sind: von konkreten Vorschlägen für Begrünungsmaßnahmen über inspirierende Zukunftsvisionen bis hin zu praktischen Tipps zur Energieeinsparung und Klimaanpassung.
Die Stimmung war spürbar positiv – viele berichteten, wie bereichernd es war, Menschen aus der Nachbarschaft kennenzulernen, gemeinsam zu diskutieren und selbst aktiv zu werden. Die Teilnehmenden gingen motiviert, voller neuer Impulse und mit dem Gefühl nach Hause, Teil eines lebendigen und engagierten Beueler Netzwerks zu sein.
Gemeinsam wurde deutlich: Das Zukunftsforum war nicht nur ein Tag voller Austausch – es war ein Auftakt.
